Moritzburg bei Dresden
Wenn Sie bereits der vielbietenden Stadt Dresden einen Besuch abgestattet haben, fahren sie doch einmal in die etwas kleinere Ortschaft Moritzburg, die auch unwahrscheinlich viel zu bieten hat. Da gibt es die schon seit Jahrzehnten bekannten Hengstparaden des Sächsischen Landgestüts. Am 7./13. und 21. September 2008 finden diese auf dem Hengstparadeplatz hinter Adams Gasthof statt.
Was es jedoch relativ neu und gleichzeitig alt zu erleben gibt, ist das 5. Mittelalterspektakel auf dem Schlossparkplatz Moritzburg. Wobei wir schon darauf hinweisen, dass es zu einem Schlossparkplatz auch ein dazugehöriges Schloss gibt. Zuletzt benutzt als Jagd- und Lustschloss von August dem Starken. Friedrich August I., Kurfürst von Sachsen sowie August II. von Polen lebte von 1670 bis 1733. Er ließ es zwischen 1723 bis 1733 zu einem Jagd- und Lustschloss umbauen.
Ursprünglich gebaut wurde es als Jagdschloss für den Herzog Moritz von Sachsen (1521 – 1553), der sich zur Jagd dort aufhielt – aber auch sächsische Kurfürsten und Könige nutzten das Schloss gern für ihren Jagdaufenthalt. Dies wird durch die bedeutende Ausstellung von Rothirschgeweihen sowie Bilder, die der Jagd gewidmet sind deutlich. Ebenso können auch krankhaft veränderte Geweihe in einem Saal betrachtet werden – dort befindet sich auch das schwerste Hirschgeweih der Welt, ein 66-Ender.
Zur Jagd gehört selbstverständlich neben Feldern auch ein Wald. Der Friedewald und das Moritzburger Teichgebiet ist inzwischen ein Landschaftsschutzgebiet und dehnt sich aus um die Gemeinden Moritzburg und Weinböhla sowie um die Städte Coswig und Radeburg. Das Teichgebiet (ehemals 40 Teiche) dient auch als Ruhe- bzw. Rastplatz für Zugvögel. Da müssen wir uns als Wanderer, Radler oder Ornithologen etc. manchmal zurückhalten, damit die Natur ihr Gleichgewicht behält.
Für die Freunde der Eisenbahn gibt es den sogenannten Lößnitzdackel. Das ist eine sächsische Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 750 mm. Diese Lößnitzgrundbahn wird geführt von Dampflokomotiven und fährt von Radebeul nach Radeburg. Auch Moritzburg wird durchkreuzt bzw. ist der Moritzburger Bahnhof, der einzige, an dem Zugkreuzungen planmäßig bestaunt werden können.


