Leipzig Mädlerpassage
Die Leipziger Mädlerpassage befindet sich nur ein paar Schritte vom Markt entfernt.
Zwei Bronzeplastiken begrüßen Sie kurz hinter dem Eingang, sie veranschaulichen, dass der Teufel Mephisto – in Goethes “Faust” – dort Studenten verzaubert haben soll. Es soll angeblich Glück bringen, über den linken Schuh des Doktor Faustus zu streichen – unübersehbar glänzt er uns schon entgegen. Goethe’s Mephisto – u. a. ritt er auf einem Fass durch einen der vielen Kellerräume. Noch heute werden sie als Restaurant – Auerbachs Keller – genutzt.
Einst war Auerbachs Hof der berühmteste Handelshof der Stadt mit 70 Kaufgewölben. Erbaut von 1530 bis 1538.
Ein Abriss 1912 sowie die Errichtung einer rechtwinkligen Passage mit prächtiger Natursteinfassade bis 1914 erfolgte von Kofferfabrikant Anton Mädler. Den Entwurf dazu lieferte Theodor Kösser. Die Passage ist 140 Meter lang und besitzt ein durchgehendes Glasdach sowie 6 reich verzierte Treppenaufgänge. Seit 1970 erinnert ein Meißner Glockenspiel im Rundbau an die ursprüngliche Nutzung für Porzellanausstellungen.
Es ist der bedeutendste erhaltene ältere Passagenbau Deutschlands, laut Denkmalschützer Wolfgang Hocquél.
