Der Kolmberg in Holzhausen bei Leipzig
Auf einem geschichtsträchtigen Weg bezüglich der Völkerschlacht 1813 bei Leipzig:
Wir – Willi (5), Franz (5), Frieda (7), Anke und Bea (Ü 30) – haben uns auf dem Weg zum Kolmberg gemacht. Wir starteten von der August-Bebel-Siedlung und liefen an Feldern entlang. (Natürlich kann man auch diese Wege mit dem Fahrrad nutzen.)
Nach den Getreidefeldern, die noch auf den Mähdrescher warteten, kamen wir in schattigere Gefilde, Büsche wuchsen am Wegrand.
Und dort mittendrin erinnerte uns ein sogenannter Apelstein an diese Kämpfe im Jahr 1813. Der Leipziger Dr. Guido Theodor Apel (1811 – 1867) selbst stellte 44 solcher Steine zum Gedenken an wichtige Kampfpunkte der Völkerschlacht auf. Er bezahlte sie aus “eigener Tasche”. Nach 1900 wurden auch noch weitere solcher Gedenksteine im Umkreis der Völkerschlacht errichtet.
Die Völkerschlacht zählt zu den Befreiungskriegen zwischen den Truppen des napoleonischen Frankreichs und deren Gegnern zwischen 1813 bis 1815. Die Völkerschlacht bei Leipzig war eine Niederlage für Napoleon gegen die Truppen der Österreicher, Preußen, Russen und Schweden.
Dieser Apelstein nun benennt den französischen Marschall Jacques MacDonald. Unter Napoleon’s Befehl eroberte damals der Marschall mit dem 2. Reiterkorps der französischen Armee den Kolmberg zwischen Liebertwolkwitz und Holzhausen. Johann Graf von Klenau, österreichischer General verteidigte tapfer den Kolmberg.
Marschall MacDonald scheiterte jedoch in Seifertshain, der Ort, welcher ebenfalls von den Österreichern unter Kavallerie-General Klenau verteidigt und dieses Mal gehalten wurde. Letztendlich musste MacDonald am 3. Tag der Schlacht am 18. Oktober 1813 den Rückzug antreten bzw. verteidigte er diesen Rückzug Napoleons mit seiner französischen Armee.
Weiter auf unserem Weg zur “Kolmbergspitze”. Neben Heilkräuter erkennen, Stöcke sammeln, in die Brennnesseln schupsen und stechenden Mücken waren wir nur noch ca. 100 Schritte von dem nächsten Denkmal, dem Kolmbergdenkmal entfernt.
Das Kolmbergdenkmal ist nun eben dieser o. g. blutigen Schlacht zwischen Österreichern und Franzosen gewidmet.
Siehe auch unter http://www.holzhausen-sachsen.de/orts-chronik/index.htm . Das Kolmbergdenkmal wurde 1856 erbaut. Leider kann man die Schriften von dem abgewaschenen Sandstein kaum noch erkennen. Eher leider deutlich zu erkennen sind Schmierereien.
Wir liefen auf einem der Rückwege vom Kolmberg zurück. Dabei kamen wir auch an einer ehemaligen Abbaugrube (weißer Ton) entlang, welche nun ein Angelgewässer ist und uns zu einer kleinen Ruhepause einlud. Noch ein paar Purzelbäume auf grünen Wiesen, schon waren wir zu Hause. Die Stöcke nicht zu vergessen, die tapfer mitgeschliffen wurden und zu Hause zu Kleinholz verarbeitet wurden. Alles in allem waren wir reichlich 2 Stunden unterwegs und ein Eis rundete die kleine Wanderung ab.
