Automobil-Museum Zwickau
Es gibt natürlich nicht nur Automessen, die modernste Automobile zeigen, sondern es gibt auch Ausstellungen, die Oldtimer zur Schau stellen, wie zum Beispiel das Automobilmuseum August Horch in Zwickau.
Hier begann der Automobilpionier mit der Entwicklung und Herstellung seiner Automobile. Vor Zwickau hatte er auch bereits in anderen Städten beruflich gewirkt, vor allem hatte er erfinderische Erfolge. 1904 erfolgte die Gründung eines Automobilwerks unter eigenen Namen. 1907 entwickelte er den 6-Zylinder-Motor.
Zwei Jahre später gründete er die Firma Audi Automobilwerke Zwickau. Das war 1909 – der 2. Anlauf, ein erfolgreiches Unternehmen entstehen zu lassen. 1920 beschäftigte er sich nicht mehr mit dem aktiven Geschäft, sondern er war dann als Mitglied des Aufsichtsrates tätig und arbeitete als Kraftfahrzeug Sachverständiger. Kurios dabei war, dass er nie einen Führerschein besaß.
Später, 1932 entstand die Auto Union AG Chemnitz. 1933 wurden von den Audi-Werken in Zwickau, um noch einmal auf den 6-Zylinder-Motor zu kommen, die ersten deutschen Sechszylinderwagen mit Frontantrieb hergestellt – ca. 2000 Stück.
Im zweiten Weltkrieg wurde die Firma stark beschädigt und nach dem Krieg aufgelöst bzw. zwangsenteignet. 1948 wurde daraufhin – mit August Horch als Mitbegründer – die Auto Union in Ingolstadt gegründet. Hier entstanden die Fahrzeuge unter dem Markennamen DKW.
In Zwickau produzierten die “Volkseigenen Betriebe Automobilwerk Zwickau” LKW, Traktoren sowie PKW.
Das Automobilmuseum zeigt eine Zusammenstellung der 100jährigen Automobilgeschichte Zwickaus. Kein Wagen, keine Zeit kommt zu kurz. Es werden Horch Luxusmodelle, Audi und Wanderer Wagen ausgestellt. Horch Fahrzeuge waren von Anfang an immer qualitativ wertvoll und fortschrittlich. Auch heute im Museum sind alle Wagen fahrtüchtig und bestens gepflegt!
Durch die Kulissen wird man ebenfalls in die vergangene Zeit versetzt – da gibt es zum Beispiel eine Tankstelle aus den 30er Jahren, ein Großstadthotel und eine nachgestaltete Einkaufsstraße aus der Vorkriegszeit. (Auch hier wieder ein Hinweis, falls bei Ihnen Räumlichkeiten mit Malereien bzw. bemalte Fassaden gefragt sind: Malerei.)
In der Nähe dieses Museums, Audistraße 7, wurde übrigens auch die Villa von August Horch zugänglich gemacht.
